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Dienstag 24.Mai - 14:44 Uhr

Fluglärm und Gesundheit

24.5.2011 Pressemitteilung DIE LINKE, Landtag Wiesbaden

Änderung der Flugrouten: DIE LINKE fordert Studie zu den
Gesundheitsschäden durch Fluglärm:

Nach der Änderung der Anflugrouten auf den Frankfurter Flughafen und der weiteren Zunahme von Flugbewegungen in Folge des Ausbaus befürchtet der Mainzer Kardiologe Prof. Thomas Münzel einen
deutlichen Anstieg der Zahl von Schlaganfällen und Herzinfarkten (Interview im Wiesbadener Kurier
von heute). Dazu erklärt Hermann Schaus, Parlamentarischer Geschäftsführer und innenpolitischer
Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
„Die Aussage von Prof. Münzel ‚als Mediziner wundert es einen, wie die Politik dem Bau einer neuen
Landebahn in dieser eh schon belasteten Region zustimmen konnte‘, wirft ein Schlaglicht auf die
Ignoranz der Hessischen Landesregierung.
Die vielzitierte Studie zum deutlichen Anstieg von Schlaganfällen, Herzerkrankungen und
Krebserkrankungen rund um den Flughafen Köln-Bonn macht deutlich: Die von Fluglärm
ausgehenden Gesundheitsschäden müssen stärker beachtet werden. Da das Flugaufkommen in
Frankfurt über dem in Raum Köln-Bonn liegt, muss sogar von noch höheren Krankheitszahlen
ausgegangen werden.“
Doch, so fragt Schaus, was mache die schwarz-gelbe Landesregierung? Sie spreche nur vom
Jobmotor Flughafen und halte sich noch nicht einmal an das einst gegebene Versprechen, im
Gegenzug für einen weiteren Ausbau werde es zu einem Nachtflugverbot kommen.
DIE LINKE sei davon überzeugt, dass eine Gesundheitsstudie die Nachtflugregelung der
Landesregierung zum Kippen bringen würde. Dann müsse über die von der LINKEN geforderte
Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr neu nachgedacht werden.
Schaus: „DIE LINKE setzt sich mit Nachdruck dafür ein, dass für das Rhein-Main-Gebiet zügig eine
eigene Studie zu den Folgen des Fluglärms erstellt wird. Die bisherige fünfjährige Planung durch das
Umwelthaus ist nicht akzeptabel. DIE LINKE wird das Thema immer wieder in den Landtag
einbringen. Der Versuch von Wirtschaftminister Dieter Posch (FDP), sich hier einfach weg zu ducken,
wird keinen Erfolg haben.“


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