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Sonntag 30.Oktober - 20:06 Uhr

30.10.2011 Grüne: Erste Nacht ohne Fluglärm - zusätzlicher Fluglärmschutz bleibt nötig

GRÜNE freuen sich auf die erste Nacht ohne Fluglärm: Nachtflugverbot ist möglich - zusätzlicher Fluglärmschutz bleibt nötig


Die erste Nacht mit gültigem Nachtflugverbot ist für die GRÜNEN im Landtag der endgültige Beweis,dass ein Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen möglich ist. „Ab der Nacht von Sonntag auf Montag gilt das Nachtflugverbot. Endlich werden die Menschen in der Rhein-Main-Region wenigstens in der Nacht vor Fluglärm geschützt. Und entgegen dem Gerede der Lufthansa und ihren willigen Vollstreckern in der Landesregierung wird die Luftverkehrswirtschaft nicht untergehen.

Was jetzt kurzfristig aufgrund der Entscheidung des Verwaltungsgerichts möglich war, muss künftig dauerhaft verankert werden. Die Landesregierung muss endlich einsehen, dass sie in erster Linie den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber verantwortlich ist und nicht der Luftverkehrswirtschaft.

 

Wir fordern CDU und FDP daher erneut auf, ihre Klage gegen das Nachtflugverbot zurückzunehmen“, so der für Fragen des Flugverkehrs zuständige Landtagsabgeordnete von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN, Frank Kaufmann.

Das Nachtflugverbot sei aber nur ein Teil eines umfassenden Pakets zum Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm.


„Nur knapp sechs, in Ausnahmefällen sogar nur fünf,  Stunden tatsächlicher Ruhe in der Nacht sind einfach entschieden zu wenig. Wir brauchen deutlich mehr aktiven Fluglärmschutz, damit auchtagsüber und vor allem in den Abendstunden die Beeinträchtigung des Alltagslebens erträglich wird.

Und wir brauchen nicht nur vorläufigen, sondern dauerhaften Schutz.“

Die GRÜNEN verweisen auf die aktuelle Flut von Beschwerden über Fluglärm, die häufig echteVerzweiflung ausdrückten, wenn Anwohner sogar von Fluglärmterror sprechen. Darunter seien auchnbviele, die lange Zeit den Flughafenausbau befürwortet hätten, da sie die Konsequenzen, nämlich die erhebliche zusätzliche Belastungen durch Fluglärm nicht erkennen wollten. Diesen Menschen müsse man helfen und nicht wie Minister Posch (FDP) es tue, die Zunahme des Fluglärms leugnen und von einer ‚lediglich anderen Verteilung‘ faseln. „Wer – wie Posch – vor Gericht für mehr nächtlichen Fluglärm streitet, entlarvt sich als Heuchler, wenn er jetzt gleichzeitig Schutz vor Fluglärm verspricht“, kritisiert Kaufmann, „deshalb ist die neue ‚Task-Force‘ offensichtlich auch nur eine Alibiveranstaltung.“


Nach Auffassung der GRÜNEN müsse für die Flugsicherung neben der Sicherheit ein Minimierungsgebot für die Fluglärmbelastung als vorrangige Aufgabe gesetzlich vorgeschrieben werden. „Hier sollte die Landesregierung über den Bundesrat endlich tätig werden und außerdem unverzüglich ihren Revisionsantrag gegen das Nachtflugverbot beim Bundesverwaltungsgericht zurückziehen“, fordert Kaufmann.

 

 

„Die Zeiten, in denen der Luftverkehrswirtschaft jeder noch so laute Wunsch von der Politik willfährig erfüllt wurde, müssen endgültig vorbei sein.“

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Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag

Pressesprecherin: Elke Cezanne Schlossplatz 1-3; 65183 Wiesbaden

Fon: 0611/350597; Fax: 0611/350601

Mail: presse-gruene@ltg.hessen.de

Web: http://www.gruene-hessen.de/landtag


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Sonntag 9.Oktober - 22:01 Uhr

9.10.2011 Frau Wacker an die Deutsche Flugsicherung

Sehr geehrter Herr Wächter,

vielen Dank für Ihr Schreiben. Leider muss ich Sie fragen, ob Sie mein Schreiben überhaupt gelesen haben, oder ob Sie pauschal per Insider-Deutsch antworten, also in dieser Herrschaftssprache, die nur dazu da ist, die Bürger für dumm zu verkaufen, zu verunsichern und mundtot zu machen?

Glauben Sie ernsthaft, dass es mich interessiert, ob der geballte Wahnsinn über mir CHARLY, Tango oder Bravo heißt, und dass ich meine kostbare Zeit auch noch damit vergeude, diesen Irrsinn, den Sie uns täglich zumuten, mir auch noch im Internet anzusehen?

Die Verantwortlichen für diesen unerträglichen Fluglärm täten gut daran, die betroffenen Bürger endlich ernst zu nehmen, ihre Versprechen zu halten und die Sprüche, vor wegen "guter Nachbarschaft" umzusetzen. Alles was Sie mit Ihrem Verhalten erreichen ist, die Menschen wütend und aggressiv zu machen. Es sollte Ihnen nicht entgangen sein, dass sich in der gesamten Region enttäuschte Betroffene zu Initiativen zusammenschließen und vernetzen, da sie sich von Politik, Fraport und DFS im Stich gelassen fühlen.
Nennen Sie das "gute Nachbarschaft"?

Ich werde meine Zeit und meine Kraft jetzt sinnvoll einsetzen und habe mich ebenfalls einer Bürgerinitiative angeschlossen.

Gruß
U.Wacker

 

Am 26. September 2011 11:25 schrieb <fluglaerm@dfs.de>:

Sehr geehrte Frau Wacker,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 27.07. bzgl. der Flugverkehrssituation im Bereich F-Bonames. Für die aufgrund des hohen Aufkommens an Anfragen verzögerte Beantwortung dürfen wir uns einleitend entschuldigen.

 

Die von Ihnen beschriebenen Auswirkungen, die sich in einer Betroffenheit der Wohnbevölkerung durch den Flugbetrieb niederschlagen, sind der Inbetriebnahme der vierten Bahn am Flughafen Frankfurt geschuldet. Zu den wesentlichen Auswirkungen der Inbetriebnahme gehört unter anderem die notwendige Absenkung des anflugrelevanten Luftraums C (Charlie) an den äußeren West- und Osträndern des Nahverkehrsbereichs des Flughafens. Die Absenkung des Luftraumes von 4500  auf 3500 Fuß (also um ca. 300 Meter) resultiert aus der Tatsache, dass mit der Inbetriebnahme der neuen Landebahn parallele, voneinander unabhängige Anflüge auf das zukünftige Landebahnsystem festgelegt wurden. Ebenso wurde in mehreren Paketen zur Änderung von Flugverfahren und Luftraumstrukturen die eigentliche Inbetriebnahme am 20. Oktober 2011 vorbereitet, um die Fluglotsen und Cockpit-Crews sukzessive auf die veränderten Rahmenbedingungen vorzubereiten.  

 

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist stets bemüht, die negativen Auswirkungen bei der Ausübung ihres gesetzlichen Auftrags so gering wie möglich zu halten. Die bereits erfolgten und weiter zu erwartenden Verkehrssteigerungen haben wir, gemäß § 27c LuftVG sicher, geordnet und flüssig abzuwickeln. Dabei haben wir, so sieht es der 29b LuftVG vor, auf den Schutz der Bevölkerung vor unzumutbarem Fluglärm hinzuwirken. 

 

Leider ist unsere Verkehrsabwicklung bei den bereits erfolgten und zukünftig in noch größerem Maße zu erwartenden Verkehrssteigerungen flugsicherungsseitig zurzeit nicht anders darstellbar. So beträgt die Mindestflughöhe auf dem nördlichen Gegenanflug 4000 Fuß (1200 Meter) und wurde auch so per Rechtsverordnung durch das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung rechtsgültig in Kraft gesetzt. Nach der eigentlichen Inbetriebnahme der neuen Landebahn am Flughafen Frankfurt werden die etablierten Verfahren, die das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung im Wege der Rechtsverordnung festgelegt hat, regelmäßig mit dem tatsächlichen Flugbetrieb abgeglichen, um mögliche Verbesserungspotentiale auszumachen.

 

Zu guter Letzt verweisen wir auf zwei Internetangebote, die Ihnen einen guten Überblick verschaffen sollten, wie sich die Überflugsituation in Rhein-Main zurzeit darstellt:

 

http://www.dfs.de/dfs/internet_2008/module/fliegen_und_umwelt/deutsch/fliegen_und_umwelt/flugverlaeufe/index.html - unter Frankfurt sowie http://casper.umwelthaus.org/dfs/

 

 

Wir hoffen, dass Ihnen diese Informationen dienlich sind.

 

 

Mit freundlichen Grüßen
i.A. Matthias Wächter

Geschäftsbereich Center
CC/FX-M
Tel:  ++49 (0) 6103 - 707 6026
Fax: ++49 (0) 6103 - 707 6259
Mail: fluglaerm@dfs.de

Die in diesem Schreiben enthaltenen Informationen erhalten Sie gebührenfrei gem. § 12 Abs. 1 Satz 2 Umweltinformationsgesetz, § 1 Abs. 1 Verordnung über Kosten für Amtshandlungen der informationspflichtigen Stellen beim Vollzug des Umweltinformationsgesetzes (Umweltinformationskostenverordnung) in Verbindung mit Ziffer A.1.1 des Kostenverzeichnisses (Anlage zu § 1 Abs. 1 Umweltinformationskostenverordnung).

Gegen diesen Bescheid können Sie innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe schriftlich oder zur Niederschrift Widerspruch bei der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, Bereich VR/R, Am DFS-Campus 10, 63225 Langen, erheben.

Ihre Daten werden ausschließlich zum Zwecke einer ordnungsgemäßen DFS-internen Bearbeitung elektronisch gespeichert.

 

sehr geehrte damen und herren,

 

am 23.7.2011, 11.07 Uhr überflog eine 4-strahlige maschine bonames in einer höhe von max. 700 m, kurz darauf eine 2. 2-strahlige in geringem abstand in gleicher geringer höhe. heute 27.7.2011,10.29, 10.30 uhr ueberflogen
wiederum 2 maschinen in geringem abstand und in ebenfalls geringer höhe - max. 700 m - unseren stadtteil, alle von west -> ost. daraufhin hab ich mein zuhause verlassen, weil dieser zirkus nicht mehr zu ertragen war. als ich zurückkam, flogen die maschinen nun von ost -> west, wurden dabei von anderen gekreuzt, wild durcheinander.

Ich möchte von ihnen wissen, warum die von der cdu versprochene "beträchtliche" flughöhe von 2 - 3 km nicht eingehalten wird. die über uns hinwegdonnernden flugzeuge haben in der regel max. 1 km an höhe. warum wurde die flughöhe ab dem 10.3.2011geändert, und wann wird die alte flughöhe (vor dem 10.3.2011) wieder hergestellt?

was hier im norden frankfurts abläuft, ist für die bevölkerung unzumutbar. sie wissen selbst, dass max. 3 stdn ruhe pro tag herrschen, wenn überhaupt. haben menschen, die fliegen mehr rechte, als die, welche sich am boden aufhalten.

es kann nicht sein, dass für 300 passagiere pro flieger 10.000de anwohner schikaniert und gequält werden. wir haben ein recht auf unversehrte gesundheit. wir können diesen unmenschlichen lärm nicht mehr ertragen. auch wir haben ein recht auf sicherheit, z.b. wenn wir autofahren oder maschinen bedienen müssen, evtl.auch fahrgäste am boden transportieren müssen, brauchen wir entspannung und ausreichend schlaf!!!!!

bitte tragen sie sorge dafür, dass die anwohner, wenn die flugrouten nun mal geändert wurden, nicht unnötig schikaniert werden, stellen sie die alten flugrouten wieder her , oder suchen sie bitte intelligentere über unbewohntem gebiet, soweit es geht.

falls finanzielle gruende für die niedrigen flughöhen verantwortlich sind, sollen die fluggesellschaften bitte etwas mehr zahlen, und die bevölkerung endlich von diesem wahnsinn befreien!!!

mit freundlichem gruß

Tags: Fluglärm Flugsicherung Frankfurt-Nord 

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Dienstag 4.Oktober - 21:57 Uhr

4.10.2011 - Anfrage bei der Deutschen Flugsicherung wg. Flughöhen

Sehr geehrter Herr Wächter,

vielen Dank für Ihre Antworten vom 21.4.2011 zu den Fragen zur nördlichen Gegenanflugsroute.

Dazu haben wir noch weitere Nachfragen:

Als im Jahr 2001 (19. April) die damals neue Gegenanflugsroute eingerichtet wurde und 2,8 km weiter im Süden lag, wurde auf die Frage, ob diese Flugroute nicht weiter nach Norden verschoben werden könnte von der Deutschen Flugsicherung gesagt:

DFS-Routenplaner Frank Westenburger lt. Frankfurter Rundschau vom 9.4.2001 "Noch weiter Richtung Taunus gebe es aber "keinen Bewegungsspielraum mehr". Grund: 1000 Meter unter der Gegenanflugsroute kreuzen startende Maschinen den landenden Verkehr. Je weiter dieser Schnittpunkt vom Flughafen entfernt liege, umso länger müssten die startenden Jets dann künstlich niedrig gehalten werden. "Und niedrig fliegende Flugzeuge, sagt der Routenplaner Westenburger "sind wieder lauter als höher fliegende".

Auf die Frage, ob die abfliegenden Flugzeuge nicht doch niedriger fliegen als vor der Verlegung der nördl. Gegenanflusgroute teilten Sie dazu am 21.4.2011 mit, es hätte sich nichts geändert. Halten Sie diese Behauptung weiterhin aufrecht? Seltsamerweise wird diese Veränderung nicht nur augenscheinlich und hörmäßig von den Betroffenen wahrgenommen. Inzwischen gibt es dazu auch Untersuchungen, die für die Landeshauptstadt Wiesbaden, das Land Rheinland-Pfalz und den Main-Kinzig-Kreis durchgeführt wurden, die bestätigen, dass auch das tiefe Gesamtanflugssystem noch tiefer gelegt wurde. Wird auch das von Ihnen bestritten?

@ Ortsbeirat 10: Mit der Bitte, Kontakt auch mit weiteren nördlichen Ortsbeiräten aufzunehmen und bei der Stadt Frankfurt anzufragen, ob nicht auch für den Bereich Frankfurt-Nord Untersuchungen zu den tatsächlichen Flughöhen, entsprechend der Untersuchungen, die in Wiesbaden, Rheinland-Pfalz und Main-Kinzig-Kreis durchgeführt wurden, beauftragt werden können, damit die Bürger über die tatsächlichen Gegebenheiten informiert werden.
(siehe http://www.dfld.de/Link.php?URL=Presse/PMitt/2011/110831c.htm)

Freundliche Grüße
Bürgerinitiative Frankfurt-Nord gegen Fluglärm
i.A. Eberhard Centner
www.frankfurt-nord-gegen-fluglaerm.de


Tags: Deutsche Flugsicherung Frankfurt-Nord Flugrouten Fluglärm 

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