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S6 - Entgleisung am 30.12.2020

Der S-Bahn-Verkehr der Linie S6 zwischen Friedberg und Frankfurt-West ist weiterhin eingeschränkt. Wegen einer Gleissenkung zwischen Frankfurt-West und dem Frankfurter Berg bleibt dieser Abschnitt voraussichtlich bis Ende des Monats nur teilweise befahrbar. Der Regional- und Fernverkehr der DB wird umgeleitet. Die S6 fährt weiterhin eingleisig, jedoch nur alle 30 Minuten und unter erheblichen Verspätungen. Jeweils von 22:00 Uhr bis 4:30 Uhr morgens ist die Strecke komplett gesperrt und die Züge fallen zwischen Frankfurt-Süd und Frankfurter Berg aus. Ein Ersatzverkehr mit Bussen ist zwischen „Frankfurt Westbahnhof“ und „Bahnhof Frankfurter Berg“ eingerichtet.

Was war da los? Was sind die Ursachen?
Nachfragen bei der Bahn

Mail an Info-S6 am 20.1.2021

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wie Herr Tigges mitteilt, sind Sie angeblich der richtige Ansprechpartner in dieser Sache. Insofern bitte ich Sie, die an Herrn Tigges gestellten Fragen zu beantworten. Falls auch Sie der falsche Ansprechpartner sein sollten, so leiten Sie bitte die Fragen an die richtige Stelle bei der Deutschen Bundesbahn weiter oder geben mir die EMail-Adresse vom Betrieb.

 

Mit der Bitte um baldige Antworten.

 

Vielen Dank und

freundliche Grüße

 

Eberhard Centner

Antwort Herr Tigges am 20.1.2021

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

weitergehende Informationen werden Sie von mir hierzu nicht bekommen. Die Bahnstrecke wird zum 01.02.2021 wieder beidseitig in Betrieb genommen. Weitere Fragen bitte an das Kommunikationsbüro oder an den Betrieb richten. Wir als Projekt befassen uns ausschließlich mit der Sanierung und dem Bau.

 

Mit freundlichen Grüßen / kind regards

 

Dipl. Ing. (FH)

Wolf-Dieter Tigges

Projektleiter

S6 FFM-Friedberg 1.+2.BS

I.NI-MI-N

I.NI-MI-N-S

Mail an Bahn am 20.1.2021

 

Sehr geehrte Herr Tigges,
 
es sind jetzt fast zwei Wochen her, dass Sie mir geantwortet hatten, dass Sie noch nichts sagen können. Wie lange dauern denn die Ermittlungen und wen könnte ich dazu anschreiben?
 
Sie schrieben zwar, "die Baustelle" sei es nicht gewesen, aber daraus wird nicht klar, was Sie damit meinen. Der komplette Ausbau als Baustelle konnte damit ja nicht gemeint gewesen sein, oder? Anscheinend beziehen Sie sich auf eine Einzelmaßname als Baustelle, die Sie genauer erklären könnten. Dadurch fuhren die Bahnen an dieser Stelle nur mit Schrittgeschwindigkeit, was ein größeres Unglück ja anscheinend verhindert hat.
 
- Wer ist denn für den Bahndamm zuständig?
 
Hier wurden ja die natürlichen Bestandteile, die den Damm über Jahrzehnte zusammenhielten entfernt (Bäume, Pflanzen, Wurzeln).
 
- Wie wurde denn der Damm danach stabilisiert?
 
- Wurde das durchgängig gemacht?
 
- Wer kontrollierte das?
 
- Wie konnte es zu einer Absackung kommen?
 
- Wie kann ausgeschlossen werde, dass es nicht auch an weiteren Stellen zu Verwerfungen des Untergrunds kommen kann?
 
In Zukunft sollen hier 100 Güterzüge mit teilweise gefährlichen Gütern fahren, ICEs, Nahverkehrszüge, S-Bahnen - direkt entlang an dicht besiedelten Wohngebieten.
 
- Wie kann die Gefahr eines weiteren Unglücks verhindert werden?
 
- Wie wird die Sicherheit der Fahrgäste und der Anwohner gewährleistet?
 
- Wie wird hier ausgeschlossen, dass hier Pfusch betrieben wird?
 
- Wer ist dafür verantwortlich und wer überprüft das?
 
Mit der Bitte um Beantwortung der Fragen. Eine Pressemitteilung ist mir zu wenig und m.E. nicht angemessen.
 
Mit freundliche Grüßen
 
Eberhard Centner

Antwort Bahn am 7.1.2021

 

Sehr geehrter Herr Centner,

 

gerne werde ich Sie informieren, wenn die Daten vorliegen. In die Ermittlungen werde ich nicht eingreifen. Soviel Vorab, die Baustelle war es nicht! Den Rest dann später über die Pressestelle. Danke für Ihr Verständnis.

 

 

Mit freundlichen Grüߟen / kind regards

 

Dipl. Ing. (FH)

Wolf-Dieter Tigges

Projektleiter

S6 FFM-Friedberg 1.+2.BS

I.NI-MI-N

I.NI-MI-N-S

Mail an Bahn am 7.1.2021

 

Sehr geehrter Herr Tigges,
 
wann ist denn mit Antworten von der Deutschen Bahn zu rechnen? Oder sind Sie nicht der richtige Ansprechpartner in dieser Sache? Könnten Sie mir dann einen weiteren Ansprechpartner nennen?
 
Freundliche Grüße
 
Eberhard Centner

Mail an Bahn am 5.1.2021

 

Sehr geehrter Herr Tigges,
 
vielen Dank für die schnelle Übersendung der neuesten Pressemitteilung! Darin wird aber lediglich die Ursache für das Entgleisen der Bahn genannt.
 
Was war aber die Ursache der Absenkung der Gleise?
Welcher Zusammenhang bestand/besteht zu den dort vorgenommenen Bauarbeiten?
Wenn ein Zusammenhang besteht: Wie konnte es dazu kommen und wie ist das zukünftig zu vermeiden?
Wenn kein Zusammenhang besteht und es zufällig war: Wie werden die Strecken untersucht und sichergestellt, dass es nicht zu Unfällen kommen kann.
 
Ich halte diese Fragen für notwendig und sachlich und erwarte auch sachliche und ausführliche Antworten.
 
Vielen Dank und freundliche Grüße
 
Eberhard Centner

Mail von Bahn am 5.1.2021:

 

Anbei die neuste Pressemitteilung.

 

S-Bahn fährt ab morgen wieder zwischen Frankfurt-West und Bad Vilbel

  1. Januar 2021, 15:55

UPDATE: Am 30. Dezember war im Frankfurter Stadtteil Eschersheim eine S-Bahn entgleist. Ab morgen kann die Strecke wieder eingleisig befahren werden. Der Regional- und Fernverkehr wird weiterhin teilweise umgeleitet.

Nach der Gleisabsenkung im Frankfurter Stadtteil Eschersheim ist die Strecke ab Dienstag, 5. Januar, wieder eingleisig befahrbar. Die S-Bahn-Linie S6 verkehrt dann wieder im Halbstundentakt zwischen Frankfurt-West und Bad Vilbel. Der Fern- und Regionalverkehr wird weiterhin zum Teil über Hanau und Fulda umgeleitet. Die Züge der Linien RB40 und RB41 wenden in Frankfurt Süd statt Frankfurt Hbf. Züge aus Richtung Glauburg-Stockheim (RB34) enden vorzeitig in Bad Vilbel und wenden.

Da die S-Bahn-Züge in Richtung Friedberg in Frankfurt-West vor dem eingleisigen Abschnitt zunächst die entgegenkommenden Züge der Linie S6 passieren lassen müssen, entsteht eine zehn bis zwölf Minuten längere Fahrzeit bis nach Friedberg.

Wann die Strecke wieder komplett befahren werden kann, ist derzeit noch nicht absehbar.

Weiterhin zeitweise Streckensperrungen nötig

Die Instandsetzungsarbeiten finden nachts statt. Dafür wird die Strecke zwischen Frankfurter Berg und Frankfurt-West nachts zwischen 22:20 Uhr und 4:40 Uhr gesperrt und ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Tagsüber werden zudem regelmäßige Kontrollmessungen am stabilisierten Bahndamm durchgeführt. Dafür muss die Strecke im Abschnitt zwischen Frankfurt-West und dem Frankfurter Berg täglich von 13:20 Uhr bis 14:15 Uhr gesperrt werden. Die Züge entfallen dann auf der Strecke zwischen Frankfurter Berg und Frankfurt Süd.

Ursache Gleisabsenkung 

Im Frankfurter Stadtteil Eschersheim war am 30. Dezember in den frühen Morgenstunden eine S-Bahn aus den Schienen gesprungen. Sie fuhr aufgrund einer Baustelle nur mit Schrittgeschwindigkeit. Verletzt wurde niemand.

Ursache war eine Gleisabsenkung auf einem Teilstück des bestehenden Bahndamms auf dem Streckenabschnitt zwischen Frankfurt-West und Frankfurt-Frankfurter Berg. Der Zug wurde am 31. Dezember durch Straßenkräne wieder aufgegleist und anschließend abtransportiert.

Fahrgäste werden weiterhin gebeten, sich kurz vor ihrer Fahrt über die aktuelle Betriebslage unter bahn.de/aktuelles oder in der Navigator- und der Streckenagenten-App zu informieren.

 

 

Mit freundlichen Grüßen / kind regards

 

Dipl. Ing. (FH)

Wolf-Dieter Tigges

Projektleiter

S6 FFM-Friedberg 2.BS

I.NI-MI-N-S

15.01.2021 Pressemitteilung Aktionsbündnis Bahnane e.V. dazu

Eine Katastrophe hätte es werden können

 

Kommentar Eberhard Centner :

 

Dass es lediglich zu einem Sachschaden gekommen war ist wahrscheinlich nur den Bauarbeiten zu verdanken, die dort am Vortag begonnen wurden. Nur dadurch wurde an der Stelle mit Schrittgeschwindigkeit gefahren.

Was wäre passiert, wenn hier ein Güterzug oder ICE mit normaler Geschwindigkeit über die Absenkung gefahren wäre?

Der Bahndamm war früher durch Bewuchs stabilisiert. Der Bahndamm wurde komplett gerodet und anscheinend nicht ausreichend stablisiert. Nach Informationen von Anwohnern wurde der Damm im letzten Jahr durch Injektionen stabilisiert, was man an der silbrig grauen Schlacke erkennen kann. Das ganze wurde aber nicht durchgängig gemacht, sondern nur bis kurz vor den EÜ-Niedwiesenstraße. Die Absackung war genau dort, wo nicht mehr stabilisiert wurde, also am Übergang.

"Dass es an dieser Stelle durch Belastung zu Problemen kommen kann, ist ziemlich offensichtlich.  An der Baustraße neben den Gleisen wurde sogar minimal etwas vom Damm abgebaggert. Dort wurde im Dezember viel Kies auf der Baustrasse verteilt und mit Erschütterungen, die man 150 Meter weiter noch merkte, festgewalzt. Momentan versucht die Bahn, diesen Bereich mit Kiesanhäufung zu befestigen. Der Damm war sicher schon länger nicht in gutem Zustand und trotzdem durfte er mit immer mehr und längeren Güterzügen befahren werden."

Die Frage ist, ob das Vorgehen der Bahn  beim Ausbau als fahrlässig bezeichnet werden kann. Zeigen sich hierin nicht die Auswirkungen der Planungsfehler - vor allem der Kreuzungsbauwerke - in diesem Ausbauprojekt und des Vorhabens, unter rollendem Gleis zu bauen?

 

Auch in Berkersheim kann man an der Konstruktion und Sicherheit der neuen Bahndämme Zweifel haben.

 

Weiterhin ist auch ein Brandschutz- und Katastrophenschutz-Konzept für neuen Haltepunkt Eschersheim anscheinend immer noch nicht vorhanden.

 

Die Frage ist auch, inwieweit sich die Bahn überhaupt noch an die Planfeststellung hält oder sich einfach alles herausnimmt , denn es gibt je kein eingreifendes Handeln oder zumindest mahnende Worte durch die Stadt und auch keine kritische Presse dazu, weil es wohl als ein "gutes Projekt"  angesehen wird.

Mail an Bahn 5.1.2021

 

Sehr geehrter Herr Tigges,
 
zunächst bitte ich Sie, mir die erwähnten Pressemitteilungen (bzw. Links dazu) zur Verfügung zu stellen. Erwartet hätte ich jedoch, dass ich Antworten auf meine sachlichen Fragen erhalten hätte, anstatt Ausreden. Ich bitte Sie insofern dies nachzuholen. Ich finde es gerechtfertigt, dass sich die Bahn hierzu öffentlich äußert.
 
Vielen Dank und freundliche Grüße
Eberhard Centner

 

Antwort Bahn am 5.1.2021

 

Sehr geehrter Herr Centner,

 

vielen dank für Ihre Mail, die ich aufmerksam gelesen habe. Den tatsächlichen Hergang der Havarie können Sie den Pressemitteilungen entnehmen. Ihre Fragen stehen nun wirklich nicht im Bezug auf die Vorkommnisse und sind in meinen Augen Ihrer möglichen Erregung geschuldet. Gerne stehe ich Ihnen für ein persönliches Gespräch hierzu zur Verfügung. Gerne können Sie einen Termin mit mir unter den angegebenen Rufnummern vereinbaren.

 

Ich stehe Ihnen für sachliche Fragen gerne zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen / kind regards

 

Dipl. Ing. (FH)

Wolf-Dieter Tigges

Projektleiter

S6 FFM-Friedberg 2.BS

I.NI-MI-N-S

 

DB Netz AG

Hahnstr. 49, 60528 Frankfurt a. Main

z.Zt.: Baubüro S6 1.BA

Homburger Landstraߟe 465a, 60433 Frankfurt

 

 

Mail an die Bahn am 31.12.2020:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Mittwoch, 30.12.2020 entgleiste eine S6 kurz vor dem Bahnhof Eschersheim, Richtung Frankfurter Berg/Bad Vilbel. Sie fuhr dort durch einen Baustellen-Abschnitt.

Welchen Einfluss hatten die Baumaߟnahmen der DB auf diesem Unfall und was hätte passsieren können, wenn an dieser Stelle ein Güterzug mit gefärlichen, vielleicht explosiven Gütern entgleist wäre?

Geht die Deutsche Bahn beim Ausbau der Strecke mit der notwendigen Sorgfalt vor?

Wieso wird überhaupt eine Güterverkehrsstrecke direkt an dichter Wohnbebauung ausgebaut (Verkehrsdezernent Oesterling, SPD "Was sind schon 100 Güterzüge am Tag?") unter
Inkaufnahme möglicher Gefahren für die Anlieger?

Wer sorgt für deren Sicherheit?

Freundliche Grüߟe
Eberhard Centner


PS hier stellvertretend zwei Links zur Berichterstattung:

https://www.fnp.de/frankfurt/frankfurt-s-bahn-rmv-s6-entgleist-zehn-menschen-muessen-gerettet-werden-90154812.html

https://www.hessenschau.de/panorama/nach-unfall-s-bahn-verkehr-zwischen-frankfurt-und-bad-vilbel-tagelang-beeintraechtigt,s-bahn-entgleist-100.html

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