frankfurter berg.com

20.01.2022

 

Frankfurter Neue Presse

 

Nasse Füße am Frankfurter Berg

Pilotprojekt startet in der Kanalisation

 

Von Friedrich Reinhardt

 

Stadt sucht Lösungen, damit bei Starkregen die Keller trocken bleiben.

20.01.2022

 

Frankfurter Rundschau

 

Kritik an Regenkarten

 

Von Fabian Böker

 

Übersicht zu Hochwasser überzeugt nicht alle

 

Einladung

 

zur 7. Sitzung des Ortsbeirates 10 am

 

Dienstag, dem 18. Januar 2022 , 19:30 Uhr,

SAALBAU Nidda,

Harheimer Weg 18 - 24,

(bitte oben auf die Einladung drücken = Link zur Tagesordnung)

 

Allgemeine Bürgerfragestunde

 

  1. Vorstellung Starkregengefahrenkarten

Im Oktober 2021 hat die Stadt Frankfurt am Main Starkregengefahrenkarten im Internet allgemein verfügbar veröffentlicht. Diese Karten zeigen anhand drei verschiedener Starkregenereignisse, welche potenziellen Überflutungstiefen und Fließgeschwindigkeiten auftreten können. In der Sitzung wird das Umweltamt Hintergründe, Methodik und Inhalte der Starkregengefahrenkarten erläutern. Danach werden die Ergebnisse für die Stadtteile des Ortsbezirks 10 allgemein dargestellt. Anschließend gibt es die Möglichkeit, Fragen zu dem Themenkomplex an die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der Ämter und Betriebe (Amt für Straßenbau und Erschließung, Stadtentwässerung, Umweltamt) zu stellen.

04.12.2021

 

Frankfurter Rundschau: "Vorbeugen gegen Hochwasser"

 

"Die Kanalisation unserer Städte wurde konzipiert, als niemand vom Klimawandel wusste - beziehungsweise niemand die Warnungen ernst nahm, die es schon vor fast 50 Jahren gab. Jetzt ist diese Kanalisation mit den Regenmengen regelmäßig überfordert. ..."

 

25.11.2021

 

Am 25. November 2021 trafen sich Vertreter des Stadtentwässerungsamt (SEF), des Amtes für Straßenbau und Erschließung (ASE), des Umweltamts und des Grünflächenflächenamts mit betroffenen Anwohnern des Holunder- und Azaleenwegs. 

 

Von Frau Zeibekis (SEF) wurde u.a. verkündet, dass wir das Pilotprojekt für Frankfurt sein sollen.  Dabei soll später ein spezialisiertes Ingenieurbüro beauftragt werden

 

Es folgten intensive Gespräche mit den Betroffenen, die ihre jeweils individuelle Lage schilderten. Diese wurden von der SEF aufgenommen. Dabei wurden auch verschiedene Lösungsmöglichkeiten angesprochen.

 

Die Fragen zu möglichen Retentionsflächen, Zisternen, Rigolen und Notwasserwegen wurden angesprochen.

 

Im Nachhinein hatte ich der SEF Pläne von 1952 aus dem Archiv der Bauaufsicht per Mail gesendet. Darin ist zu erkennen, dass auch von den hinterliegenden Blöcken das Regenwasser in den Kanal im Holunderweg geleitet wird.  Die Frage ist, ob die Regenrohre in der Straße zu klein dimensioniert sind.

 

 

 

 

9.11.2021

 

Die Stadtentwässerung (SEF) möchte sich zusammen mit dem Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) und den betroffenen Anwohnern vor Ort ein Bild von der Lage machen und über mögliche Maßnahmen austauschen.

 

Termin:   25.11.2021  13:30 Uhr

Ort:          Spielplatz am Holunderweg

 

04.11.2021 Schreiben der SEF

 

Sehr geehrter Herr Centner,

 

wir hatten vereinbart, dass ich mich im November wieder bei Ihnen melde, um einen Termin mit Ihnen zu vereinbaren. In Abstimmung mit Herrn Hovermann vom ASE schlage ich vor, dass wir uns mit Ihnen und ggf. weiteren betroffenen Anwohnern vor Ort am Frankfurter Berg treffen. Wir würden uns gerne mit Ihnen gemeinsam die Stellen ansehen, an denen es zu Problemen gekommen ist. Diese Informationen werden in die weitere Bearbeitung des Projektes mit einfließen. Wir können auch über die eine oder die andere Idee sprechen, die zur Entschärfung der Situation beitragen kann.

 

Als Termin schlagen wir Donnerstag, 25.11.2021 ab 11 Uhr vor. Die genaue Uhrzeit müssten wir noch abstimmen. Wir gehen davon aus, dass wir etwa 3 Stunden für den Termin benötigen werden. Sollte der Termin bei Ihnen nicht passen, könnten wir auch auf Freitag, 26.11.2021 ausweichen. Wir bitten Sie, diesen Termin weiteren interessierten Anwohnern mitzuteilen.

 

Zum Schluss habe ich noch die Bitte, dass Sie uns dabei unterstützen, dass die Anwohner der SEF die Unterlagen zur Verfügung stellen, die sie auch den Studenten zur Verfügung gestellt haben. Vielen Dank.

 

Ich bitte um Rückmeldung zum Terminvorschlag.

 

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Barbara Zeibekis

Leiterin der Abteilung 68.2

Grundlagen, Erschließung und Grundstücksentwässerung

 

Stadtentwässerung Frankfurt am Main
Goldsteinstraße 160, 60 528 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0) 69 - 212 - 3 51 24
Fax.: +49 (0) 69 - 212 - 3 29 12 
E-Mail: barbara.zeibekis@stadt-frankfurt.de
www.stadtentwaesserung-frankfurt.de

28.10.2021 EMail an den Ortsbeirat 10, CC u.a. Heilig, Majer, SEF, Presse

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

gestern wurde endlich die seit langer Zeit angekündigte Starkregengefahrenkarte von der Umweltdezernentin Rosemarie Heilig, Umweltamt und Mobilitätsdezernent Stefan Majer der Öffentlichkeit präsentiert. Die Karten seien "Teil der Maßnahmen zur Klimaanpassung", so Heilig. "Wir stehen mitten im Klimawandel".

Stefan Majer betonte, dass die Stadtentwässerung (SEF), für die er zuständig ist, die Probleme nicht alleine lösen könnte. Privatpersonen, Firmen und Organisationen sollten sehen, wie sie klar kommen. Sie könnten sich ja über Schutzmaßnahmen informieren und wichtige Akten aus dem Keller räumen.

Ein konkreter Gefährdungsbereich ist der Frankfurter Berg. Hierzu hat der Ortsbeirat 10 am 18.10.2021 zwei Anträge von CDU und SPD an den Magistrat der Stadt Frankfurt formuliert (OF 133/10 und 134/10), über die in der nächsten Sitzung am 2.11.2021 abgestimmt werden soll. Hierin wird eine Einschätzung des Magistrats (bzw. wohl der fachlich damit betrauten SEF) zu den Erkenntnissen des Projektseminars "Angewandte Physische Geographie" der Goethe-Universität Frankfurt (https://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/psnachhaltigkeit/wasser-frankfurter-berg/) gebeten. Es wird darin gefragt, welche Empfehlungen davon aufgegriffen werden und welches Handeln daraus abgeleitet wird. Auch wird gefragt, welche weiteren Maßnahmen als nächstes folgen und mit welchem zeitlichen Rahmen.

Antworten seitens der SEF dazu liegen mir bereits seit 29.9.2021 vor (siehe Anhang).

Vorab gesagt ist das sehr enttäuschend, was von der SEF dazu kommt:

Bereits in der Stellungnahme des Magistrats vom 8.2.2021 (ST 293) auf Nachfragen des Ortsbeirats (OM 6499) stellte die SEF klar, dass das Kanalnetz ausreichend leistungsfähig sei - auch im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen. Bei "seltenen Starkregen" komme es halt planmäßig zum Abfluss auf der Oberfläche und zum Rückstau in die Gebäude mit Überschwemmungen. Ist halt so. Basta. Allerdings, was "seltene Starkregen" angeht, kann man das so nicht unwidersprochen stehen lassen, nachdem am Frankfurter Berg in den letzten 7 Jahren 5x Jahrhundert-Starkregen-Ereignisse mit allen negativen Auswirkungen stattfanden.

Der Formulierung "Es wird davon ausgegangen, dass aufgrund des Kimawandels lokale Starkregen häufiger und stärker auftreten. Statistisch kann dies bislang noch nicht eindeudig nachgewiesen werden. Dennoch kann es lokal zu Häufungen kommen" macht stutzig. Es gibt also keine Statistik, die nachweist, dass der Klimawandel für häufigeren Starkregen verantwortlich ist? Was sagt Frau Heilig dazu?

Wie wird nun der Maßnahmenkatalog der Studenten der Uni Frankfurt von der SEF bewertet?

Fragestellungen der Arbeit:

- Aufgrund welcher Faktoren sammelt sich das Wasser bei Starkregen in den Straßenzügen?

- Welche Fließrichtung weist das Wasser im Untersuchungsgebiet auf?

- Welche Auswirkungen auf Anwohner*innen und Objekte sind festzustellen?

- Welche zukünftigen Maßnahmen könnte eine Starkregenvorsorge enthalten?

Die geographischen Besonderheiten im Bereich Holunderweg-/Azaleenweg haben die Studenten gut herausgearbeitet und werden von der Starkregengefahrenkarte soweit bestätigt (siehe Anhänge).

Die Auswirkungen auf Anwohner und Objekte wurden den Studenten bei einer Zusammenkunft mit betroffenen Anwohnern geschildert.

Interessant wird es nun bei den vorgeschlagenen Maßnahmen der studentischen Projektgruppe und betroffenen Anwohnern.

- Die Projektgruppe schlägt eine Tieferlegung der Rollschuhbahn vor („Die Rollschuhbahn hat einen Durchmesser von 30m, sodass eine Tieferlegung der Bahn um 2m ein Fassungsvermögen von c. 1,4 Mio. Litern bedeuten würde.“)

Ein Regenrückhaltebecken (mit Wiederverwendbarkeit des Wassers u.a. für darbende Bäume im Sommer, sicherlich eine vernünftige Maßnahme im Sinne des Umweltamts) unter der Rollschuhbahn wird von der SEF abgelehnt. ("wird es mit Sicherheit nicht zu einem umfangreichen Bau von Kanalerweiterungen und unterirdischen Rückhaltebecken kommen"). Weiter "Auch eine tiefgreifende Umgestaltung der Oberflächen wird allein schon aus Kostengründen, aber auch aus stadtgestalterischen und ökologischen Gründen nicht möglich sein und auch nicht gewünscht sein" Ein Schutz ist also zu teuer, aus Gründen der Stadtgestaltung nicht erwünscht oder möglich. Auf was bezieht sich die SEF bei den ökologischen Gründen? Hier müsste mal was Substanzielles folgen.

- Bei den städtebaulichen Maßnahmen empfiehlt die Projektgruppe, die angrenzenden Grünflächen und Felder südwestlich des Azaleenweges als unversiegelte Retentionsflächen zu nutzen und schlagen Notwasserwege vor - auf der Straße und zwischen den Grundstücken, die vom südlichen Holunderweg über den Azaleenweg und anschließend das Wasser auf die unbewohnten Grünflächen leiten.

Die SEF schreibt dazu, dass sie das "als eines der wesentliches Elemente der Starkregenvorsorge im Stadtgebiet und auch an einigen Stellen am Frankfurter Berg" sehen. Allerdings sehe ich hierbei einen Pferdefuß: es sollen  Flächen auf Privatgrundstücken freigehalten werden, bzw. "wird es in vielen Fällen notwendig sein" diese sogar "frei zu räumen". Was soll das bedeuten? Wie soll das denn gehen? Es müssten sich ja alle Grundstücksbesitzer einig sein, dass durch ihre Gärten Notwasserwege verlaufen. Bei meist 7 Parteien einer Häuserreihe wahrscheinlich ein Ding der Unmöglichkeit. Selbst wenn 6 damit einverstanden wären und der 7. nicht, was dann? Ich habe den Eindruck, dass hier etwas Unmöglichliches vorgeschlagen wird, um nichts umsetzen zu müssen. Eine unterirdische Verlegung wird aus Kostengründen abgelehnt. So oft würde es ja keine Starkregenereignisse geben... ("Wir verweisen auf die wiederholten Ausführungen zur statistischen Wiederkehrwahrscheinlichkeit seltener Starkregenereignisse"). Komisch nur, dass es bei uns so häufig vorkommt.

Als gute Lösung bezüglich Notwasserwege könnte ich mir vorstellen, zu untersuchen, ob die Wege zwischen den Häuserreihen für Notwasserwege tauglich wären. Dies würde wahrscheinlich eher auf Akzeptanz bei den Anwohnern führen und wäre wohl realistischer.

- Der Vorschlag Kanalweiterleitungen, um Wasser aus den Kanälen auf Wiesen, Retentionsflächen und Rückhaltebecken zu leiten wird von der SEF abgelehnt.

- Das Anlegen von vertieften Rückhalteflächen auf den Grünflächen sehen die Studenten auch als notwendig an, um auch größere Wassermengen aufnehmen zu können. Zur Tieferlegung des Spielplatzes sagt die SEF:  "Im Rahmen einer Spielplatz-Neugestaltung" wird eine "multifunktionale Retentionsfläche" nicht ausgeschlossen. Das klingt ja immerhin hoffnungsvoll. Da der Spielplatz aber erst vor kurzem umgestaltet wurde ist hierbei die Frage zu stellen, wann denn eine erneute Neugestaltung stattfinden wird.

Ansonsten frage ich mich auch noch: bei den Vorgaben für Neubaugebiete wird sicherlich bezüglich Starkregenereignisse auf Kanalisation etc. wesentlich mehr geachtet. Da werden sicherlich Vorkehrungen betrieben. Was aber geschieht in den Altbebauungen, wenn z.B. die Größen, die Abflüsse in den Straßen etc. eigentlich nicht mehr angemessen sind? Z.B. Bei der letzten Besprechung 2020 bei der SEF wurde von der SEF  eine Anmerkung gemacht, man hätte in der Mitte des südlichen Holunderwegs "etwas entdeckt", wo man eine Verbesserung herbeiführen könnte. Bis heute haben wir nichts davon mitbekommen, dass etwas getan wurde.

Nach wie vor bleibt die Frage unbeantwortet,  welchen Einfluss die Versiegelung durch ein Neubaugebiet im Azaleenweg dabei hat. Nach dessen Erstellung hatten die Schadensereignisse begonnen. Zuvor war jahrzehntelang Ruhe. Von der SEF wird mitgeteilt, dass die Überflutungen auf oberflächig abfließendes Regenwasser zurückzuführen sei. Die Kanalisation hätte damit nichts zu tun. Diese neuen Häuser sind doch auch an das Kanalnetz angeschlossen. Wurde denn untersucht, welche Einflüsse das hatte? Wenn die neuen Abflüsse in das gleiche Rohr gehen wie die alten zuvor, dann staut es sich doch viel schneller. Das zusätzlich hangabschießende Wasser kann natürlich erst recht nicht abfließen, wenn die Kanalrohre schon von anderer Seite belastet werden.

Der Studiengruppe wird von der SEF die Kompetenz bezüglich der Durchführbarkeit abgesprochen. Es würde ihnen, Zeit, Daten, Planunterlagen als auch die fachliche Ausbildung fehlen.

Extrem schwach finde ich zudem die Aussage der SEF in ihrem Antwortschreiben, dass die Belastung der Kanalisation in ihren Augen bei den vergangenen Starkregenereignissen mit Schadensfolgen keine Rolle gespielt hätte. Die Kanalisation wäre nicht ursächlich für die Wassermassen im Holunderweg gewesen. Ja wer denn dann? Wenn die Kanalisation das Wasser nicht aufnehmen kann, wird das Wasser in die Häuser gedrückt und die Straßen überflutet.

Für die Starkregenereignisse ist im Übrigen der Klimawandel verantwortlich. Die SEF sieht das aber anscheinend noch nicht bestätigt, da es ja statistisch noch nicht "eindeutig" nachgewiesen sei. Das finde ich schon sehr seltsam.

Dem Ortsbeirat 10 bitte ich, die - hoffentlich besseren und neueren -  Antworten der Stadt (bzw. SEF) kritisch zu würdigen und im Sinne der betroffenen Bürger weiterhin am Ball zu bleiben.

Vielen Dank und freundliche Grüße

Eberhard Centner

29.09.2021 Antwortschreiben der SEF (über Link) - öffnen über Acrobat Reader oder Web-Browser

Frankfurter Rundschau 17.9.2021

 

fr-1792021-vorsorge-bei-starkregen-unklar 

13.9.2021 Frankfurter Neue Presse:

 

fnp-1392021-infos-laufen-nicht-ein-aber-die-keller-voll

 

10.9.2021 Mail vom  an die SEF (Frau Zeibekis)

 

Sehr geehrte Frau Zeibekis,

bei unserem Telefonat am Montag, 6.9.2021 sprachen Sie davon, dass Sie noch auf die Starkregengefahrenkarten für unseren Bereich warten würden. Dies müsste das Umweltamt liefern.

Nachdem ich auf der Ortsbeiratssitzung am Dienstag, 7.9.2021 dies ansprach, teilte Herr Jürgen Eiselt (Grüne) mit, dass diese Karten im 3. Quartal 2021, als bis Ende September 2021, auf dem Geoportal der Stadt Frankfurt vorzufinden seien.

Ist Ihnen dies bekannt? Wenn nicht, könnten Sie sich bitte an Herrn Eiselt wenden, damit er Ihnen genaue Informationen dazu geben kann, wann genau diese Karten erscheinen. Er hat anscheinend genaues Wissen darüber.  Er ist leider per EMail direkt nicht erreichbar, dafür aber seine Frau Wera Eiselt (Ortsvorsteherin Ortsbeirat 10) unter wera@eiselt.de. Ich gehe davon aus, dass sie ihm das weitergeben wird.

Freundliche Grüße

Eberhard Centner

7.9.2021 Mail an die Ortsvorsteherin Wera Eiselt 

 

Sehr geehrte Frau Eiselt,

erst mal möchte ich Ihnen sagen, dass mir ihre Diskussionsführung als Ortsvorsteherin wesentlich besser gefällt als die ihres Vorgängers Robert Lange. Ich empfand es wertschätzend und fair allen Fragenden gegenüber.

Eine Frage hätte ich noch: Da ihr Mann Jürgen keine EMail-Adresse in Parlis (https://www.stvv.frankfurt.de/stvvorg/P_OBR_10.htm) angegeben hat und ich ihn über EMail nicht erreichen kann:

Würden Sie ihn bitte fragen, ob er, sobald die Starkregengefahrenkarten vom Frankfurter Umweltamt auf Geoportal Frankfurt veröffentlicht werden, er dies der SEF (Stadtentwässerung), dem Ortsbeirat und mir mitteilen könnte? Er scheint ja Hintergrundwissen zu haben und teilte ja während der Ortsbeiratssitzung mit, dass dies im 3. Quartal 2021, also bis Ende September 2021 geschehen würde.

Damit könnte dann die SEF mit ihren Maßnahmenplanungen fortfahren.

Mit der Bitte um Rückmeldung.

Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

Eberhard Centner

01.09.2021 Mail an die SEF

 

Sehr geehrte Frau Zeibekis,

 

am 9. September 2020 hatten Sie den Stadtbezirksvorsteher für den Ortsbezirk 10, Herrn Straub und zwei Betroffene, Herrn Brunner und Herrn Centner (mich) zu einer Besprechung „Überflutung im Holunder- und Azalleenweg“ (Frankfurter Berg)  zum Amt für Stadtentwässerung (SEF) in der Goldsteinstraße eingeladen.

Sie kündigten in ihrem Einladungsschreiben an, gemeinsam mit uns „die Ursachen zu analysieren und zu überlegen, wie bei zukünftigen Starkregen Schäden vermieden werden können.“

 

Wir informierten Sie ausführlich in Wort und Bild über die Überschwemmungen (vor allem vollgelaufene Keller in über hundert Häusern im Holunder- und Azaleenweg) nach dem Starkregenereignis vom 11.8.2020.

 

Beispielfotos von diesem Tag:

       

Feuerwehreinsätze 11. August 2020 (Schwerpunkte Holunder- und Azaleenweg)
(Quelle: Twitter/Feuerwehr Frankfurt)

 

Rechts befindet sich der Kellereingang. Der Keller wurde bis fast unter die Decke geflutet.

 

Sie verwiesen anschließend darauf, dass die Kanalisation ausreichend ausgelegt sei für 3- bis 5-jährige Regenereignisse.

 

Im Holunder- und Azaleenweg geschahen jedoch in den letzten 7  Jahren 5 mal Jahrhundert-Starkregen-Ereignisse mit allen negativen Konsequenzen für die Anwohner (Schäden u.a. an der Bausubstanz, hohe Materialschäden, u.a. an Solartechnik, Heizungen, Waschmaschinen, Trocknern). Jedes Mal war die Kanalisation überfordert, aber Sie sahen keinen Handlungsbedarf seitens der Stadt. Es solle gefälligst jeder Hauseigentümer vorsorgen.

 

Heißt das, dass die Stadt Frankfurt am Main (Umweltamt und Stadtentwässerung) meint: für normalen Regen ohne Schäden ist die Stadt zuständig (Kanalrohre etc.), für die Folgen des Klimawandels hat die Stadt nichts zu tun, sondern die Bewohner sollen das ausbaden?

 

Das Wasser fand auch bei Hauseigentümern ins Haus, die vorgesorgt hatten mit Rückstauventilen und sonstigen Abdichtungen – weil bei diesen Starkregenereignissen einfach zu viel Wasser auf einmal kommt.

Zum Schluss hatten Sie versprochen, sich Anfang 2021 wieder mit uns in Verbindung zu setzen, um nach Sichtung der Datenlage und wenn Ergebnisse Anfang 2021 vorliegen würden,  das Gespräch fortzusetzen. Wir warten bis heute auf eine Nachricht von Ihnen. Das ist sehr enttäuschend.

 

Die Starkregenereignisse werden in Zukunft noch schlimmer hören wir von Klima- und Wetterexperten und die Ereignisse in Rheinland-Pfalz und Nordrheinwestfalen zeigen, dass es immer schlimmer wird.

Viele Städte und Kommunen reagieren bereits seit einiger Zeit und handeln auch zielgerichtet. Dort gilt die Devise, dass man den Starkregenfluten die Spitze nehmen muss. Andere Städte sind da schon erheblich weiter. (einige Beispiele: Lippe, Köln, Schwammstadt Berlin)

 

Was tut Frankfurt? Warum hinkt Frankfurt hierbei so gewaltig hinterher? Dieser Eindruck  drängt sich auf.

Man hat den Eindruck, Vorhaben werden immer nur angekündigt, aber es passiert nichts.

 

Starkregengefahrenkarten, die woanders längst etabliert sind,  waren ursprünglich bis 2020 ( Stadträtin und Umweltdezernentin Heilig 2019) zugesagt, dann wurden auf Mitte 2021 avisiert und dann laut einer Zeitungsmeldung auf August 2021 verschoben. Jetzt ist September 2021 und es ist nichts davon zu hören oder zu lesen.

 

Dass die Hauseigentümer Verbesserungen durchführen sollen ist unbestritten. Sie tun dies auch. Aber die Stadt muss auch zu Werke gehen und den Spitzen des Starkregens geeignet begegnen, um dadurch die Bewohner nicht allein im Regen stehen zu lassen.

 

So könnte die Stadt folgende Maßnahmen untersuchen und einrichten:

- Regenrückhaltebecken
- Retentionsbecken 
- Notwasserwege 
- Kanalweiterleitungen, um Wasser aus den Kanälen auf Wiesen, Retentionsflächen und Rückhaltebecken zu leiten
- Tieferlegung  des  Spielplatzes
- Tieferlegung der Rollschuhbahn („Die Rollschuhbahn hat einen Durchmesser von 30m (Erhebung einer studentischen Projektgruppe der Uni Frankfurt), sodass eine Tieferlegung der Bahn um 2m ein Fassungsvermögen von c. 1,4 Mio. Litern bedeuten würde.“)

 

Die Geographie-Studenten der Uni Frankfurt haben eine Untersuchung durchgeführt, die wir uns eher vom Stadtentwässerungsamt gewünscht hätten. Sie befragten die Anwohner vor Ort und erstellten eine Analyse mit Maßnahmenempfehlungen für die Stadt und die Bewohner. Dabei erstellten sie eine Fließpfadkarte und eine Maßnahmenübersichtskarte.

 

Bei den städtebaulichen Maßnahmen empfiehlt die Projektgruppe, die angrenzenden Grünflächen und Felder südwestlich des Azaleenweges  als unversiegelte Retentionsflächen zu nutzen und schlagen Notwasserwege vor - auf der Straße und zwischen den Grundstücken (Diese müssten m.E. allerdings unterirdisch verlegt werden), die vom südlichen Holunderweg über den Azaleenweg und anschließend das Wasser auf die unbewohnten Grünflächen leiten. Das Anlegen von vertieften Rückhalteflächen auf den Grünflächen sehen sie auch als notwendig an, um auch größere Wassermengen aufnehmen zu können.

 

Außerdem schlagen sie eine Kanalerweiterung vor, um Wasser aus den Kanälen auf Grünflächen zu lenken.

Weiterer Vorschlag: der Spielplatz zwischen Holunderweg und Berkersheimer Weg könnte tiefer gelegt werden. Das würde auch eine Entlastung bringen. „Mit dieser Maßnahme wird der Spielplatz zu einer multifunktionalen Retentionsfläche. Dies hat den Vorteil, dass Starkregenfolgen vermindert werden können, ohne dass Siedlungsfläche dafür beansprucht werden müsste. Ohne eine weitere Maßnahme würde das Wasser jedoch weiter südlich in den Azaleenweg laufen.“  

 

Diese Vorschläge sollten mit betroffenen Bürgern besprochen werden und nach Möglichkeiten gesucht werden effektive Maßnahmen gegen die ständig wiederkehrenden Überflutungen zu finden und umzusetzen.

 

Am Samstag, dem 21.8.2021  war es wieder soweit und es hätte nicht viel gefehlt (es hätte wahrscheinlich nur 10 Minuten länger in dieser Intensität schütten müssen) und es wären wieder über hundert Häuser/Keller abgesoffen. So blieb es bei Wasser im Keller, der noch manuell und mit Pumpen beseitigt werden konnte. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, wann der nächste „Jahrhundert-Regen“ kommt.

 

Auch wäre noch folgendes zu klären:

 

Bisher blieb unbeantwortet, welchen Einfluss die Versiegelung durch ein Neubaugebiet im Azaleenweg dabei hat. Nach dessen Erstellung hatten die Schadensereignisse begonnen. Zuvor war jahrzehntelang Ruhe.

 

Mit der Bitte, die Bewohner in ihre Überlegungen und Maßnahmen einzubeziehen, um eine sinnvolle und effektive Lösung zu finden,  bitte ich um baldige Rückmeldung.

 

Freundliche Grüße

Eberhard Centner

 

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